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         Militärische Akademie für Wissenschaften zu Sombor


Die Akademie ist eines der Wissenszentren in Beilstein und beschäftigt sich im allgemeinen mit der Grundlagenforschung und der Entwicklung neuer, ungeahnter Methoden. Neue Adepten findet die Akademie mittels der Gilde der verwaltenden Beobachtung, deren Kuratoren halten im gesamten Reich Ausschau nach geeigneten Adepten. Diese unterziehen sich einer Art Test, in den vielen Kanzleien der Akademie, welche wiederum in den Foren der Gilde der verwaltenden Beobachtung untergebracht sind. Ist der Test bestanden worden, steht einem Beitritt der Akademie nichts mehr im Wege. Im vorhinein wird festgelegt, welcher Fakultät der Adept zugewiesen wird. Es versteht sich von selbst, daß eine solche Ausbildung nicht billig ist, die meisten Beilsteiner sind nicht in der Lage diese Ausbildung zu finanzieren, aus diesem Grund hat sich das "System der Verpflichtung für einen Zeitraum von 15 Jahren" durchgesetzt.



Für einen Außenstehenden hat es den Anschein, als ob die Mitglieder der Akademie weltfremd seien, einige böse Zungen behaupten sogar, die Akademiemitglieder wüßten gar nicht, was sie tun. Natürlich ist dieser Eindruck falsch, und doch spiegelt er die Skepsis der Bevölkerung wieder. Befindet sich doch mitten in Sombor ein riesiger Gebäudekomplex dessen Bauart neugierig macht, was sich innerhalb der Mauern abspielt, doch beim Versuch diesen zu betreten wird man jäh zurückgewiesen. Dies und einige kleinere Zwischenfälle schaffen natürlich Raum für Spekulationen.
Sicherlich ist es richtig, das einige Akademiemitglieder eher weltfremd sind, doch liegt dies nicht zuletzt daran, daß sie nur innerhalb der Akademie Gleichgesinnte treffen, mit denen sie sich angemessen unterhalten können. Die akademieinterne Schenke "Zum verrissenen Buch" dient fast allen Adepten, die auf der Suche nach Vergnügen und Zerstreuung sind, eine geeignete Anlaufstelle für die Auffrischung ihrer sozialen Kontakte. Wie in fast allen Schenken der Mittellande gibt es auch hier gelegentliche Streitereien unter den Gästen, vornehmlich dann, wenn ein Fakultätsmitglied die Arbeiten einer Anderen in Frage stellt.

Der Akademiealltag gestaltet sich dagegen eher trist. Sämtliche Fakultäten beginnen ihr Werken zur 8. oder zur 9. Sunde, die letzte Fakultät schließt zur 21. Stunde ihre Pforten. Selbstredend ist es Professoren und Doktoren gestattet ihre Arbeit aufzunehmen und zu beenden, wenn sie das für richtig halten, vorausgesetzt sie unterrichten keine Klasse.
Die Akademie ist innerhalb des Reiches etabliert und geachtet. Gerade die Baroness Sombors, Mia Cassandra von Kronenburg, schmückt sich auf Empfängen immer wieder gerne mit der Akademie. Der derzeitige Erzkanzler ist stark darum bemüht die Sympathie der Baroness auf seiner Seite zu wissen, nicht zuletzt weil es aufgrund der Zwischenfälle immer wieder Beschwerdebriefe an die Baroness gibt.

Anders als die vielen anderen Akademien Beilsteins dient die Akademie in Sombor ausschließlich militärischen Zwecken, ob nun in Entwicklung oder in Forschung. Die Akademie bemüht sich stets den Anforderungen des Militärs gerecht zu werden, erhält aber weitgehendst freie Hand in ihrem Werken.

Die Mitglieder der Akademie haben allesamt bereits eine militärische Schulung durchlaufen, die sich von der eines normalen Soldaten nur in soweit unterscheidet, daß sie aufgrund ihrer Bildung innerhalb eines Banners einen Sonderstatus einnehmen. Nur wer diese Ausbildung erfolgreich absolviert hat darf die eigentliche Lehre an der Akademie beginnen. Während der Zeit auf der Akademie ist es durchaus möglich, daß Adepten zur Auffrischung ihres militärischen Wissens, einem Banner zu geteilt werden. Wie in der Bevölkerung ist den meisten Soldaten die Welt des Akademikers fremd, ja sogar suspekt, doch ist den Soldaten bewußt, daß ein Mitglied der Akademie dem Banner in vielen Bereichen dienlich ist, auch wenn sie meist etwas schwierig und seltsam im Umgang sind. Gelegentlich kommt es sogar vor, daß die Akademiker Befehle sehr frei auslegen, um ihrem Tun nachgehen zu können, wie z. Bsp. sich unerlaubt von der Truppe entfernen, weil man dort hinten im Wald ein noch unbekanntes Gewächs gesehen hat. Die Absolventen der Akademie haben bereits aufgrund ihres Wissens und der Wichtigkeit für die Armee den Rang eines Waibels inne.

Von der Disziplin, die die Adepten während ihrer militärischen Ausbildung erlernt haben, ist innerhalb der Akademiemauern wenig zu spüren. Hat ihr doch die denkerische Kreativität Vorrang, was nicht selten dazu führt, daß sich einige Adepten voll und ganz vergessen und nur noch ihr Experiment verfolgen. Dabei achten sie wenig auf ihre Umgebung, ja, betrachten sogar fast alles als Experimentiergut. So kommt es durchaus vor, das ahnungslose Adepten Teil eines Experimentes über die Wirkung unbekannter Kräuter werden. Vor nicht all zu langer Zeit war es noch üblich Passanten als Versuchsobjekte zu verwenden, dies wurde aber durch den neuen Erzkanzler unterbunden, was nicht zuletzt damit zu tun hat, daß die Passanten erheblichen Druck auf die Akademie ausübten. Aufgrund der gefährlichkeit mancher Experimente sind die Sicherheitsmaßnahmen innerhalb der Akademie äußerst streng, sie obliegen in erster Linie den einzelnen Fakultäten, die für ihre eigene und die Sicherheit der Anderen zu sorgen hat. Bestimmte Sicherheitsmaßnahmen bedürfen allerdings der Zustimmung durch die Akademieleitung, so wurde erst kürzlich der Antrag des Onyxordens zurückgewiesen, der vorsah, allen das Betreten des Fakultätsgebäudes zu verbieten, die nicht Mitglied des Ordens sind. Grund für diese Maßnahme des Onyxordens war es, daß man herausfand, daß immer, wenn ein Experiment sich mal wieder in einem großen Feuerballs manifestierte ein Mitglied eines anderen Ordens zu gegen war, selbst eine komplette Verschwörungstheorie konnte vorgewiesen werden. Nach einigen Diskussionen war es aber möglich die Anschuldigungen allesamt zurückzuweisen. Zusammenfassend lässt sich die Akademie als fremd aber notwendig beschreiben. Eine Meinung, die sich auch immer mehr innerhalb des Volkes etabliert. Manch Einer ist sogar der Auffassung die Akademiemitglieder seien liebevoll zerstreut, doch hinter dieser Art verberge sich wohle ein ungeheures Potential an Wissen und Zerstörungskraft. Dies liegt nicht zuletzt an den Absolventen, die immer wieder beweisen wie wichtig sie für Beilstein sind.

 
 

  Weitere Informationen


> Die Orden der Akademie

> Die technische Fakultät